Existenzgründung Checkliste

Wer sich mit dem Gedanken beschäftigt ein Unternehmen zu gründen, sollte hierfür unbedingt im Vorfeld eine Checkliste verwenden. Mit Hilfe einer Checkliste können die Risiken, welche eine Unternehmensgründung mit sich bringt, deutlich minimiert werden. Es gibt eine ganze Reihe von Anbietern solcher Checklisten, im Internet. Die Checklisten stehen teilweise kostenlos zum Download bereit. Branchenspezifische Checklisten sind meistens gegen eine einmalige Gebühr erhältlich. Eine weitere Bezugsquelle ist die jeweils zuständige Industrie- und Handelskammer.

Checklisten sind ein wichtiges Werkzeug, für die Unternehmensgründung. Sie helfen dem Existenzgründer bei der Planung und Realisierung seines Vorhabens. Im Idealfall wird der Unternehmensgründer systematisch mit Hilfe der Checkliste Schritt für Schritt begleitet. Gerade für Existenzgründer ohne betriebswirtschaftliche Vorkenntnisse ist eine solche Checkliste sehr hilfreich, wenn nicht sogar zwingend erforderlich. Insbesondere in der Gründungsphase einer Unternehmung sind umfangreiche Schritte durch zu führen. Das Nichtbeachten einzelner Punkte kann negative Auswirkungen haben, die oftmals schwer oder nur mit erheblichem Aufwand rückgängig zu machen sind. Eine Checkliste zur Unternehmensgründung sollte daher immer folgende Punkte enthalten:

  • Persönlichkeit (Stärken, Schwächen, Grundkenntnisse, spezifische Kenntnisse, Schulungsbedarf)
  • Unternehmensform (Einzelunternehmen, GmbH, GbR, Art der Buchführung, Steuerliche Aspekte)
  • Unternehmensgründung (Gesetzliche/behördliche Auflagen, Abnahmen, Versicherungen)
  • Chancen und Risiken (Angebot und Nachfrage, Konkurrenz, Bekanntheitsgrad, Lage)
  • Standort (Infrastruktur, Kosten, Verkehrsanbindung, Parkplätze, Erreichbarkeit, Auflagen)
  • Kapitalbedarf (Kalkulation, Eigen- und Fremdkapital, Finanzierung, Fördergelder)
  • Wirtschaftlichkeit (Ziele, Umsatzprognose, Sach- und Gemeinkosten, Personalkosten, Marge, sonstige Kosten)
  • Lieferanten (Qualität, Quantität, Kosten, Lieferzeiten, Lieferbedingungen, Zahlungsbedingungen)
  • Organisation (Formulare, Rechnungswesen, Auftragsbearbeitung, Wareneingang/-ausgang, Prokura, Stellvertretungen)
  • Personal (Auswahl, Qualifizierung, Arbeits- und Sozialrecht, Förderungen, Verträge)

Besonderes Augenmerk ist auf den Punkt “Personal” zu legen, da hier umfangreiches Wissen erforderlich ist. Hierfür gibt es eigene Checklisten, die sich mit diesem Thema intensiv beschäftigen. Gerade in Bezug auf das Arbeitsrecht und bei der Gestaltung von Arbeitsverträgen ist es hilfreich professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen oder ausführliche Checklisten zu verwenden.

Für kleinere Unternehmer ohne komplizierte Ablauforganisation und Unternehmenshierarchie ist eine einfache Checkliste zur Unternehmensgründung oftmals ausreichend. Größeren Unternehmen, die es mit komplexen Prozessen zu tun haben empfiehlt sich der Einsatz von weiterführenden Checklisten. Es gibt hier eine große Auswahl an spezifischen Checklisten, die sich zum Beispiel mit der Auswahl von Lieferanten oder der Auswahl von Marketing-Konzepten befassen.

Fazit: Checklisten sind die systematische Herangehensweise zu erledigender Aufgaben

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