Jugendliche können immer schlechter mit Geld umgehen

Die Bonitäts-Auskunftei Creditreform hat kürzlich eine Aufstellung veröffentlicht, laut der vor allem junge Leute nicht richtig mit Geld umgehen können. Die Aufstellung hat gezeigt, dass gerade Menschen unter 30 Jahren zunehmend in die Zahlungsunfähigkeit abrutschen und laufende Kredite in absehbarer Zeit nicht tilgen können.

Zwischen 2005 und 2008 lief es für die Wirtschaft in Deutschland sehr gut, doch momentan befinden wir uns in einer Wirtschaftskrise. Dabei liegen die Gründe für die Überschuldung vieler Bundesbürger auf der Hand, Scheidungen und Arbeitslosigkeit gehören zu den Hauptgründen. Die durchschnittliche Kreditlast der Deutschen beträgt 37.000 Euro, die meisten Verschuldeten leben in Berlin, Dortmund, Bremen, Duisburg und Essen.

Erschreckend ist die Bilanz der unter 30-Jährigen, denn immer mehr Menschen in dieser Altersgruppe geraten in die Schuldenfalle. Das liegt in erster Linie daran, dass junge Leute heute mit schlechten Vorbildern in der Familie aufwachsen. In den meisten Familien ist der Kauf auf Kredit inzwischen alltäglich geworden, viele Elektrogeräte werden auf Raten gekauft. Somit ist es nicht verwunderlich, dass die Jugendlichen mit falschen Vorstellungen aufwachsen und ihre finanziellen Verpflichtungen irgendwann nicht mehr überblicken können.

Bei den Jugendlichen sind es vor allem Handy-Kosten, die bei den Schulden zu Buche schlagen. Wenn bei jungen Menschen dann plötzlich das regelmäßige Einkommen aufgrund von Arbeitslosigkeit wegfällt, fehlt die notwendige finanzielle Basis. Wer einmal in die Schuldenfalle geraten ist, der verliert schnell den Überblick über die Höhe der Schulden, dazu kommen dann irgendwann Verdrängung und Resignation. Fachleute sind der Meinung, dass den Kindern und Jugendlichen in den Schulen der Umgang mit Geld beigebracht werden müsse, um hier eine Trendwende herbeizuführen.

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