Schulbildung als Basis für beruflichen Erfolg
Diesen Spruch haben wir alle schon gehört, doch wussten sie, dass es sich dabei um eine Übersetzung des lateinischen Zitates „non scholae, sed vitae discimus“ handelt. Hierbei wiederum handelt es sich um klassisches Schulwissen, denn in der Schule lernt man zwangsläufig auch viele Dinge, die man im weiteren Verlauf des Lebens, während Studium und Beruf, eher meidet. Zum Beispiel Latein. Gerade die Themenvielfalt der heutigen Schulbildung wird oft kritisiert, eine Spezialisierung auf einige wenige Fachgebiete angemahnt. Dies wäre gleichwohl das Ende der klassischen Schulbildung, die auch heute noch einen starken Wert für erfolgreiche Karrieren besitzt.
Allgemeinwissen und Orientierung
Die Schule ist, trotz aller Kritik, immer noch die Instanz für die Vermittlung allgemeingültigen Wissens. Viele Themen, mit denen wir heute spielend umgehen, haben wir uns in der Schule angeeignet. Kenntnisse unsere heimische Natur betreffend, zum Beispiel. Ein Themengebiet, das in vielen Familien untergeht und ganz sicher auch nicht zu den unmittelbaren Interessen von Kindern und Jugendlichen gehört. Trotzdem: eine Eiche von einer Buche zu unterscheiden, das ist wichtig.
Schulbildung sichert uns die Welt die uns umgibt. Nur an Hand eines umfassenden Allgemeinwissens, welches durchaus oberflächlich bleiben darf, können wir uns unsere Umwelt erklären. Orientierung bietet uns unser Schulwissen auch bei der Wahl unserer Interessengebiete und schließlich bei der Berufswahl. Was kann ich besonders gut? Welches Themengebiet beherrsche ich nicht? Welches Fach fordert mich besonders heraus? Die Voraussetzung für eine spätere Spezialisierung in Studium, Ausbildung, Lehre und Beruf ist eine möglichst breit angelegte Schulbildung.
Die Schule ist und bleibt der Ort an dem wir grundlegende Techniken des Lernens einüben und uns selbst eine Haltung zu neuen Themenkomplexen und zum wissenschaftlichen Arbeiten erarbeiten. Wird dies in der Schule versäumt, ist es später nur sehr schwer aufzuholen. Eine eigene Methode des Lernens zu entwickeln, die man auch im späteren Berufsleben anwenden kann, sollte deshalb viel stärker in den Blickpunkt der schulischen Ausbildung genommen werden.
Die Schule als Ort des ganzheitlichen Lernens
Auf die Schule wird seit der Antike geschimpft. Dies hängt mit unserem ambivalenten Verhältnis zu ihr zusammen. Wir mochten sie nicht und doch war sie mehr als nur ein Ort des Lernens, vielmehr war sie ein Lebensraum. In der Schule lernt man nicht nur Fachwissen, sondern auch den Umgang mit Mitschülern und Lehrern. Die sachliche, argumentative Auseinandersetzung wird „geschult“. Wissen und Können erhalten hier den Vorrang vor Herkunft und Attraktivität. All das bildet unseren Charakter und lässt uns unseren Weg in den Beruf und die Gesellschaft finden. Auch deshalb können Erfahrungen in unterschiedlichen Schulen, zum Beispiel im Ausland, wichtig sein.
Foto: shho | sxc.hu